Am 18. Januar 2018 hat das Chapter Berlin/Brandenburg sein erstes Chaptermeeting im neuen Jahr abgehalten. Dieses Meeting wurde als „Professional Circle“ organisiert und es ist uns in diesem Zusammenhang gelungen, Prof. Dr. Alexander Kock vom Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement der Technischen Universität Darmstadt zu gewinnen. Unter seiner Leitung wurde im letzten Jahr die alle zwei Jahre durchgeführte Studie zum Multiprojektmanagement (MPM) abgeschlossen. Die Ergebnisse der letzten Studie stellte uns Prof. Kock, der seine Dissertation und Habilitation an der Technischen Universität Berlin bei Prof. Gemünden abgeschlossen hat, in den Räumen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) vor. Unser Dank gilt in diesem Fall der BVG, insbesondere Herrn Horst Kramer, dem Leiter des Projektmanagements der BVG.

Bevor Prof. Kock die Ergebnisse der Multiprojektmanagement Benchmarking-Studie präsentierte, gab uns Herr Kramer einen sehr interessanten Einblick in die Tätigkeiten der BVG, insbesondere in die Art und Weise, wie die Projekte innerhalb des Unternehmens organisiert werden. Die BVG war eines der teilnehmenden Unternehmen und wird nun auf Basis der Studienergebnisse notwendige Veränderungen innerhalb ihres Projektmanagements einleiten.

In der neuesten Studie, welches die 8. Studie ihrer Art war, wurden die Fragen insbesondere auf den Vergleich der Unternehmen in ihrem Umgang mit Digitalisierungsprojekten gestellt. So kam u.a. heraus, dass bei über 50% der Unternehmen der Anteil der Projekte, die sich mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen, unterhalb von 10% liegt. Auf Basis von Kriterienklassen wie MPM-Qualität, Projektportfolio- und Geschäftserfolg wurde der MPM- Performance-Index ermittelt, welcher bei den Top-Performern bei 5,3 und bei den Low-Performern bei 3,0 von 7 lag. Interessanterweise lag der Anteil der Digitalisierungsprojekte am Gesamtprojektportfolio sowohl bei Low- als auch bei Top-Performern bei 18-19%. Wohingegen die Top-Performer in 38% der Projekte agile bzw. hybride Projektmanagementmethoden verwenden, gegenüber 18% bei den Low-Performern. Den größten Einfluss auf die MPM-Leistung haben Erfolgsfaktoren wie: Top-Management Involvement, vertikale Integration und operatives sowie strategisches Monitoring des Portfolios und letztendlich eine Top-Down digitale Strategie. Bezüglich der Unternehmensstrategie war der Vorteil der Top-Performer am 8. Multiprojektmanagement-Benchmarking-Studie Prof. Dr. Alexander Kock (TU Darmstadt) stärksten bei den dynamischen Fähigkeiten ausgeprägt, sprich, wie schnell man auf Veränderungen reagieren kann.

Diese und eine Reihe weiterer hochinteressanter Ergebnisse stellte Prof. Kock in einem sehr lebendigen Vortrag dar, schon während dessen thematisch sehr fokussierte Fragen gestellt wurden. Das zeigt auch, dass großes Interesse an der Thematik besteht. Bei einem kleinen Imbiss wurde die im Anschluss des Vortrages geführte lebhafte Diskussion fortgesetzt. Es zeigte sich, dass Prof. Kock genau den Nerv der Zuhörer getroffen hatte und Multiprojektmanagement in den meisten Unternehmen als Herausforderung existiert.

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