Was passiert, wenn sechs Projektmanager sich der Aufgabe stellen, einen Project Canvas aufzustellen? Nein, die Frage muss mit etwas neutralerer Sprache gestellt werden: Was kann passieren, wenn sechs Projektmanager sich auf die Methode Project Canvas einlassen? Die Antwort kommt etwas später. Denn hier sind wir schon mitten in dem Workshop, der im Rahmen des Berliner Chapter Events am 21.06.18 in der interessanten Location meeet Mitte stattfand.

Die Moderatoren des Abends, Professor Dr. Frank Habermann und Karen Schmidt kamen schnell auf den Punkt, was die Herangehensweise des Project Canvas neben vielen anderen PM Methoden besonders macht.

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Für das Setup eines Projektes hat sich die Metapher einer Reise bewährt. Diese beginnt mit einem Reiseziel und einer Reisekasse, führt dann vorbei an Zwischenzielen, beeinflusst von Gegen- und Rückenwinden sowie von freundlichen und unfreundlichen Begleitern. Die grafische Aufbereitung der 11 Bausteine des Project Canvas und den spielerischen Charakter durch die zugehörigen Leitfragen erleichtert den Zugang auch für nicht projekterfahrene Akteure.

In vier Gruppen konnte der Ansatz gleich live kennengelernt werden. Vier mögliche Projektideen wurden aus dem Teilnehmerkreis übernommen und methodisch an der Projektleinwand mit farbigen Post-It entwickelt. In der relativ kurzen Zeit des Ausprobierens verwandelte sich die Stimmung in der Gruppe mehr und mehr von einem Spiel zur Anwendung einer seriösen Methode. Der Aufbau der Themenbereiche und die dazugehörigen 42 präzisen, aber offen gehaltenen Fragen sind eine sehr gute Hilfe in der gemeinsamen Projektdefinition.

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Als eine Abwandlung des Project Canvas wurde das Thinkers Trio vorgestellt, das, wie der Name schon sagt, zu dritt durchgeführt wird. Dem Kunden werden die 42 offenen Fragen von einer Person gestellt. Auf Basis der Antworten erstellt der designierte Projektleiter nur durch Zuhören sein Project Canvas. Anschließend geht dieser in Diskussion mit dem Kunden, um die Projektdefinition zu verifizieren.

Wer sich nun inspiriert fühlt und mit der Herangehensweise näher vertraut machen möchte, kann sich auf der Website http://overthefence.com.de/project-canvas/ einlesen und entsprechende Unterlagen herunterladen. Die Erfahrungen der letzten 5 Jahre, in denen in hunderten Projekten diese Methode erfolgreich angewandt wurde, wird in dem neuen Buch von Prof. Habermann und Karen Schmidt anhand vieler Tipps abgebildet. Der Titel des Buches lautet Over the Fence: Projekte neu entdecken, neue Vorhaben besser durchdenken und gemeinsam mehr Spaß bei der Arbeit haben (ISBN 978-3000595738) ist im Buchhandel erhältlich.

Ein interessanter Artikel ist auch im Projektmagazin.de erschienen: https://www.projektmagazin.de/artikel/der-project-canvas-wirksames-werkzeug-zur-projektdefinition_1100145.

Wichtig ist eine Offenheit gegenüber des methodischen Herangehens und eine Bereitschaft seine eigenen Muster in Frage zu stellen. Zudem müssen sich die Projektbeteiligten in dieser frühen Phase ihrer Rollen bewusstwerden. Damit kann die Initiierung eines Projekts abgesichert gelingen und der Project Canvas als ein Rahmen für das Dokumentieren des gemeinsamen Verständnisses des Projektsetups gefunden werden.

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In dem Workshop zeigte sich der Effekt, dass einige der beteiligten Projektmanager zwar den Fragenkatalog in der Hand hielten, aber die eigenen Erfahrungen doch nicht ganz ausblenden konnten. Diese Erkenntnis war für das phantastische Team, welches uns durch den Abend führte, nicht neu.

Sie zeigt, dass jede Methode nicht nur Zeit für die Einführung benötigt, sondern auch einen freien Kopf. Entsprechende Räumlichkeiten wie das meeet Mitte bilden dazu einen innovativen Rahmen.

Neben dieser Erfahrung konnten die Teilnehmer 2 PDU aus diesem Abend mitnehmen.

 

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